Fibromyalgie

Was bedeutet der Name Fibromyalgie?

Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung. Der Name setzt sich aus drei Wörten zusammen:
1. "Fibro-" vom lateinischen fibra = Faser,
2. "My-" bzw. "Myo-" vom grichischen myos = Muskel und
3. "algie", ebenfalls aus dem Griechischen, von algos = Schmerz.
Übersetzt heißt es also "Faser-Muskel-Schmerz".

Wie häufig tritt Fibromyalgie auf?

In Deutschland leben ca. 1,6 - 2,4 Millionen Personen mit Fibromyalgie. Etwa 90% der Betroffenen sind Frauen. Die meisten von ihnen sind zwischen 35 und 59 Jahre alt.

Wie kommt es zu Fibromyalgie?

Bisher sind die Ursachen für eine Fibromyalgie ungeklärt. Allerdings werden zwei verschiedene Formen dieser Erkrankung erwähnt.
  1. primäre Fibromyalgie
    Ihre Ursache ist weitgehend ungeklärt. Es wird angenommen, dass u. a. eine genetische Veranlagung, eine gestörte Schmerzverarbeitung oder Schmerzwahrnehmung sowie Veränderungen im Hormonhaushalt und auch psychischer Stress diese Form der Fibromyalgie auslösen können.
  2. sekundäre Fibromyalgie
    Hierbei wird davon ausgegangen, dass eine andere Erkrankung voraus gegangen ist, welche dann die Fibromyalgie ausgelöst hat. Dies kann z. B. durch eine Verletzung oder durch eine Operation, durch seelische oder körperliche Traumata (Erinnerung einer Person an eine Situation mit einem für sie meist schrecklichen Erlebnis) und orthopädische Erkrankungen sein.

Wie erkenne ich eine Fibromyalgie?

Eine Fibromyalgie ist sehr schwer zu erkennen. Sogar Ärzte stellen oft erst sehr spät fest, dass eine Person an einer Fibromyalgie leidet, da eine große Anzahl der Krankheitszeichen auch bei anderen Krankheiten auftreten. Um zu bestimmen, ob eine Person an einer Fibromyalgie leidet, müssen folgende Punkte (Kriterien) erfüllt sein. Diese Kriterien wurden vom American College of Rheumatology (ACR) festgelegt und gelten weltweit.
Tenderpoint - Lokalisation
Ansicht von Vorne Ansicht von Hinten

Es gibt über 75 solcher Druckpunkte. Wenn ein Arzt oder eine Ärztin die Diagnose Fibromyalgie stellt, werden bei dem Patient/der Patientin insgesamt 18 Druckpunkte `getestet`. Wenn der Patient oder die Patientin bei 11 oder mehr Punkten empfindlich auf Druckschmerz reagieren, steht die Diagnose Fibrmyalgie fest. Bei Personen, die an einer Fibromyalgie leiden, treten folgende Beschwerden auf: Hinzu kommen eine Reihe von Begleitsymptomen wie z. B.

Was kann man gegen Fibromyalgie tun?

Viele Personen, die an Fibromyalgie erkrankt sind, sind schon lange bei verschiedenen Ärzten in Behandlung bevor eine Fibromyalgie bei ihnen festgestellt wurde. Das ist, wie gesagt, weil die Krankheitszeichen der Fibromyalgie denen vieler anderer Krankheiten sehr ähnlich sind. Diese Patientinnen haben oft schlechte Erfahrung mit der Medizin gemacht, da ihre Schmerzen bei keiner Therapie aufhörten. Zur erfolgreichen Therapie einer Fibromyalgie ist ein Ansatz erforderlich, der verschiedene Methoden miteinander kombiniert. Dazu zählen:

Was kann ich tun?

Wenn in Deiner Familie jemand an Fibromyalgie leidet, versuche seine Beschwerden ernst zu nehmen. Fibromyalgie-Patienten bilden sich ihre Schmerzen nicht ein oder simulieren diese. Die Schmerzen sind tatsächlich vorhanden. Indem Du die Person ernst nimmst, kannst Du dazu beitragen, dass es der betroffenen Person etwas besser geht, denn häufig ist eine bedrückte Stimmung eine Folge der starken und meist unklaren Schmerzen.

Ist Fibromyalgie vererbbar oder ansteckend?

Fibromyalgie ist nicht ansteckend und nicht direkt vererbbar. Es gibt jedoch unterschiedliche Meinungen, ob sie durch eine erbliche (genetische) Veranlagung begünstigt wird, welche wiederum vererbbar sein kann.

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